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Die Provinz Bari ist eine Region voller touristischer Reize. An der Costa di Barii finden Wasserratten reichlich Platz zum Baden und es gibt eine Reihe lebhafter und stimmungsvoller Hafenstädte zu entdecken. Neben der Provinzhauptstadt Bari sind dies vor allem das schöne Trani mit seiner Kathedrale San Nicolo Pellegrino (die "Königen der Küstenkathedralen") und das gemütliche Polignano a Mare, das gleich einem Möwennest auf unterspülten, 25 m hohen Küstenklippen sitzt.

Bari selbst ist der verwaltungspolitische Mittelpunkt der Provinz und die Hauptstadt Apuliens (400.000 Einwohner). Um die Stadt herum führt ein nicht zu enden scheinender Autobahnring, der einen glauben läßt, man sei in Paris oder Berlin und nicht in Süditalien. Wer sich mit dem Auto in das Verkehrschaos des Zentrums begibt, stellt fest, dass das Stadtinnere aus zwei sehr gegensätzlichen Teilen besteht. Eine stimmungsvolle Altstadt mit verwinkelten Gassen und einem leider schlechten Ruf (in nahezu jedem Reiseführer wird vor Taschendieben gewarnt); daneben die Neustadt mit eleganten, im Schachbrettmuster angelegten Geschäftsvierteln, prachtvollen Straßen und feinen Boutiquen. In Baris Fußgängerzone findet man die schönsten Schuhgeschäfte der Region. In ihnen kann man die Erzeugnisse der bedeutenden einheimischen Produktion vergleichsweise günstig erwerben.


Das Landesinnere der Provinz Bari ist von einer charakteristischen Hügellandschaft (Murge) geprägt, die sich vor allem für den Anbau von Oliven und Wein eignet. Auf den Feldern stehen oft kleine runde Natursteinbauten mit kegelförmigen Dächern, die von den Bauern zur Unterbringung von Gerätschaften genutzt werden. Größere Varianten diese Trulli (Singular: Trullo) dienen im Itria-Tal im Osten der Provinz Bari als Wohnhäuser. Einige davon können auch als Ferienhaus gemietet werden (vgl.: Urlaub mit Stil).

Unweit des Itria-Tals, 20 km nordwestlich der Trulli-Hochburg Alberobello, wartet unter der Erde eine ganz besondere Attraktion auf ihre Entdeckung durch den Besucher. Labyrinthartige Gänge, beeindruckende Stalagmit- und Stalaktitformationen und großartige unterirdische Hallen machen die gigantische Tropfsteinhöhle Grotte di Castellana zu einem der Hauptanziehungspunkte einer jeden Apulien-Reise.


Tief im Herzen der Terrra di Bari (Karte) steht das bekannteste Bauwerk und Wahrzeichen der Region, das Castel del Monte. Hoch erhoben und schon von weitem sichtbar thront das majestätische Kastell auf einer Anhöhe (540 m) über die Murgia-Landschaft.

Das eigenwillige und faszinierende Kastell wurde etwa 1240 unter der Regie des Staufer-Kaisers Friedrich II. errichtet. Die ständige Wiederkehr der achteckigen Form und der Zahl "acht" stellt das kennzeichnende Element dieses einzigartigen Monuments dar. Um den achteckigen Innenhof sind im Erdgeschoss und im Obergeschoss je acht Räume angeordnet, die zusammen wiederum ein Achteck bilden, an dessen Ecken ebenfalls achteckige Türme stehen.

Trotzdem - oder gerade weil - bislang nicht eindeutig geklärt werden konnte, warum und zu welchem Zweck Friedrich II. das Castell del Monte in dieser ungewöhnlichen Form und an diesem, weit von der schutzbedürftigen Küste entfernten Ort bauen ließ, übt die "Krone Apuliens" eine besondere Magie aus.

Dieser erliegen offensichtlich auch Heerscharen von Touristen, die - spätestens seit Horst Sterns Buch "Der Mann aus Apulien" auch aus Deutschland - zum Castel del Monte pilgern. Das Kastell kann in den Sommermonaten ab 10:00 Uhr morgens besichtigt werden. Es lohnt sich, etwas früher zu kommen, um die eigenartige Ausstrahlung des Kastells ungestört auf sich wirken zu lassen.




 

 

 



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